Email Innovations World: 5 zentrale Erkenntnisse

- E-Mail-Marketing muss sich an veränderte Nutzergewohnheiten und KI anpassen
- KI bietet neue Möglichkeiten, ersetzt aber nicht die strategische Kreativität
- E-Mail-Design wird zum strategischen Asset, Interaktivität fördert das Engagement
Die Email Innovations World 2025 in München hat tiefgreifende Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen des E-Mail-Marketings gegeben. Marketer müssen sich zunehmend mit Veränderungen in den Nutzergewohnheiten, der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und innovativen Ansätzen im Design auseinandersetzen. Fünf zentrale Erkenntnisse stehen im Fokus, die Marketer auf dem Schirm haben sollten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
1. E-Mail-Marketing im Wandel: Sinkende Aufmerksamkeit
Die Nutzungsdauer von E-Mails hat sich in den letzten Jahren deutlich reduziert. Waren es 2021 noch 46 Minuten, die ein Nutzer im Schnitt mit E-Mails verbrachte, sind es 2024 nur noch 33 Minuten. Gleichzeitig steigt die Frequenz, mit der E-Mails versendet werden, was die Aufmerksamkeit der Empfänger zusätzlich herausfordert. Besonders problematisch ist die wachsende Kategorisierung von E-Mails in Posteingangs-Tabs, die es schwieriger macht, aus der Masse herauszustechen.
2. KI ist eine wertvolle Hilfe, aber kein Allheilmittel
KI hat das Potenzial, viele Prozesse im E-Mail-Marketing zu optimieren, von der Datenanalyse bis hin zur Automatisierung von Kampagnen. Doch trotz dieser neuen Möglichkeiten bleibt die menschliche Kreativität und strategische Planung unverzichtbar. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn Marketer KI gezielt einsetzen, um den Kundennutzen zu steigern und nicht auf reine Automatisierung zu setzen.
3. Design als strategisches Werkzeug
Design im E-Mail-Marketing wird zunehmend als strategischer Faktor betrachtet. Anstatt E-Mails nur optisch ansprechend zu gestalten, geht es jetzt auch darum, die Nutzererfahrung zu optimieren. Interaktive Elemente, wie klickbare Produktkacheln oder eingebettete Spiele, steigern das Engagement und die Verweildauer. Auch die Anpassung an Dark Mode und die Barrierefreiheit sind entscheidende Faktoren, um die Performance zu verbessern.
4. Verknüpfung von E-Mail mit anderen Kanälen
E-Mail darf nicht isoliert betrachtet werden. Erfolgreiche Marketer setzen auf kanalübergreifende Strategien, bei denen E-Mail als Bindeglied zwischen verschiedenen Plattformen fungiert. Social Media, Websites und E-Mail arbeiten zusammen, um eine nahtlose Customer Journey zu schaffen. Dabei spielt die Nutzung von First-Party-Daten eine Schlüsselrolle, besonders mit der zunehmenden Abschaffung von Drittanbieter-Cookies.
5. Zustellbarkeit und Datenschutz: Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil
Eine E-Mail muss nicht nur kreativ und relevant sein, sie muss auch den Posteingang des Empfängers erreichen. Dazu sind technische und rechtliche Aspekte entscheidend, wie z.B. DMARC, SPF und BIMI, um eine hohe Zustellbarkeit sicherzustellen. Der Datenschutz wird zunehmend als Vorteil betrachtet, da datenschutzkonformes Marketing Vertrauen aufbaut und langfristig die Kundenbindung stärkt. Zudem wird Barrierefreiheit in E-Mails nicht nur ethisch, sondern auch rechtlich immer wichtiger, besonders mit dem Inkrafttreten des European Accessibility Acts.